Kooperationen

Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskolleg entdeckt Russland
Kooperation mit der Universität Iwanowo wird zum Schulprofil

Internationale Frauenpower: Die Reisegruppe des Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskollegs mit ihren russischen Gastgebern in der Sternwarte Jaroslawl vor einem Bild von Valentina Tereschkowa, der ersten Frau im All (c) Regine Stelte


Die Partnerschaft zwischen dem Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskolleg und der Universität Iwanowo wird jetzt fest etabliert. Schon seit einigen Jahren besteht ein lebendiger Austausch unter fast gleichaltrigen jungen Frauen, denn sowohl die Begeisterung für die Fächer Erziehung und Gesundheit einerseits als auch die für die deutsche Sprache ist überwiegend weiblich. Regelmäßig besuchen russische Germanistik-Studierende die evangelische Schule in der Radewig und erkunden Iwanowo. Unvergessliche Erlebnisse, interkulturelle Erfahrungen und Freundschaften, die bleiben, sind die wichtigsten Erfolge dieses Austausches. Die Beteiligten hoffen, dass ihre Sponsoren, der Ausschuss Mission und Ökumene des Kirchenkreises Herford, die evangelische Landeskirche sowie der Freundeskreis Iwanowo, den Austausch dauerhaft unterstützen.

Erste-Hilfe-Schulung in Kooperation mit dem Roten Kreuz

Herz-Lungen-Wiederbelebung am Kind (c) evdp

Ob Soziales oder Gesundheit, in beiden Berufsfeldern, für die das Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskolleg ausbildet, arbeiten Pflegende und Erziehende ganz nah am Menschen. Diesen helfen zu können ist daher ganz besonders wichtig. Das Berufskolleg arbeitet für den Unterricht in Erster Hilfe und Erster Hilfe am Kind erneut mit dem Deutschen Roten Kreuz in Herford zusammen, denn die Ausbilder dort wissen, wovon sie sprechen. Dass die Bescheinigung auch für den Führerschein genutzt werden kann, ist ein angenehmer Nebeneffekt.

Projekttag Finanzkompetenz am Elisabeth-von-der-Pfalz

Trainer mit Humor: Dorthe Etzin vom SKF, Jens Böske von der Sparkasse und Regine Stelte vom evdp

Für zwei Unterstufen der Höheren Berufsfachschule für Gesundheit und Soziales dreht sich einen Tag lang alles um das Thema Finanzen. Wie wichtig ein kompetenter Umgang mit dem eigenen Geld ist, zeigt auch der aktuelle Schuldenatlas der Creditreform. In Nordrhein-Westfalen betrifft die Überschuldung von Privatpersonen mittlerweile mehr als jeden zehnten Erwachsenen.

Der Baustein Finanzkompetenz will dazu befähigen, bewusste Entscheidungen im Umgang mit Geld zu treffen, eigene Risiken einzuschätzen und die vorherrschenden Marktmechanismen im Hinblick auf Konsumangebote und den eigenen Umgang damit kritisch zu reflektieren. Wichtiger Nebeneffekt: eine Sensibilisierung für die Ursachen von sozialen und globalen Armutsrisiken.

Den von Lehrerin Regine Stelte organisierte Projekttag am Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskolleg führten Dorthe Etzien und Kathrin-Sarah Welland vom Sozialdienst katholischer Frauen Herford durch (SkF). Die Sparkasse Herford, vertreten von Jens Böske, hatte diesen Projekttag ermöglicht.

Finanzratgeber der Fachabiturienten jetzt auch gedruckt

Wirtschaftslehre ganz praktisch: Mit Unterstützung des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) ist ein Finanzratgeber veröffentlicht worden, der jetzt auch in gedruckter Form vorliegt. Er enthält typische Fragen und wirtschaftliche Fußangeln, die jungen Erwachsenen häufig begegnen: von zu Hause ausziehen, Einkommen in der Ausbildung, Handy und Fitnessstudio … Zwei Klassen auf dem Weg zum Fachabitur Soziales und Gesundheit hatten die Informationen selbst recherchiert und verständlich formuliert. Die Druckkosten der Broschüre konnten mit Hilfe der Carina-Stiftung und der Stiftung Meilenstein des Kirchenkreises Herford bezahlt werden. Sie steht jedoch auch zum Herunterladen zur Verfügung:

Bildungspartnerschaft Archiv und Berufskolleg
Geschichtspädagogische Angebote vom Berufskolleg für Kinder

Fächer und Perlenketten waren im Barock in Mode – Geschichte kann Spaß machen

„Prinzessin“, sagten die Einen, „Ritter“ die Anderen. Die Frage lautete: „Welche geschichtlichen Aspekte sind für Kinder interessant?“ Im Jahr des 400-sten Geburtstags der Herforder Fürstäbtissin Elisabeth von der Pfalz sollte sich die Erarbeitung von geschichtspädagogischen Angeboten für Kinder vor allem mit ihr und ihrer Zeit befassen. Die Fachabiturienten des nach der Äbtissin benannten Berufskollegs hatten sich im sozialpädagogischen Wahlpflichtbereich für das Archivprojekt entschieden. Dank einer Förderung durch das Landesprogramm Archiv und Schule unterstützte die Stadtführerin Angelika Bielefeld die Schüler als Expertin, auch für kindgerechte Geschichtsvermittlung.

Die Bildungskooperation zwischen Stadtarchiv Herford und Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskolleg führt damit bereits zum zweiten Mal zu Ergebnissen, die für Kinder ab dem Grundschulalter einsetzbar sind. Nach den Ideen für Führungen und Aktionen im Archiv im Jahr 2014 erarbeiteten die Schüler/-innen des sozial-gesundheitlich ausgerichteten Berufskollegs jetzt Materialien zur Verwendung im Klassenraum oder in der Herforder Innenstadt. Die Stiftung der Volksbank Bad Oeynhausen ermöglichte, dass das in der Projektwoche entworfene Heft „Heribert und die Äbtissin“ nun gedruckt vorliegt und in allen vierten Klassen der Herforder Grundschulen kostenlos zur Verfügung steht (Kontakt über www.kulturanker-herford.de).

Aus einer kindgerecht gestalteten Führung in der Innenstadt entwickelten die Fachabiturienten einen Audio-Guide unter dem Titel „Häusergeschichten aus der Zeit der Fürstäbtissin Elisabeth von der Pfalz“. Mit Hilfe eines eigens dafür erstellten Stadtplans können Kinder und Jugendliche 16 Gebäude entdecken, die es schon zu Elisabeths Zeiten gegeben hat. Nach einer Einführung gibt es zu jeder Station ein bis zwei Minuten zu hören. Die mp3-Dateien sollen künftig nicht nur im Archiv, sondern auch im Internet abrufbar sein.

Eine Gruppe angehender Kinderpfleger vom Berufskolleg hat ein buntes Kinderprogramm für das Geburtstagsfest der Fürstäbtissin vorbereitet. Während Eltern und Großeltern sich auf dem Münsterkirchplatz den Kuchen schmecken ließen, konnten die Kinder sich als Prinzessin fotografieren lassen, Briefe mit der Feder schreiben, sie versiegeln und per berittenem Postboten versenden. Sie konnten Freundschaftsarmbänder mit Perlen gestalten und mit selbst gebauten Fächern die Fächersprache erlernen, denn Elisabeths Freundschaft zu Anna-Maria von Schürmann und ihre Vorliebe für Perlen sind überliefert. In der Zeit des Barock übermittelte eine Prinzessin bei Hofe manche unaussprechlichen Botschaften lieber durch den Fächer. Die Assoziation „Prinzessin“ war für Elisabeth von der Pfalz also durchaus korrekt, während die Zeit der (Kreuz-)Ritter bereits lange zu Ende war.

Erste Bühnenerfahrung für die meisten:
Kinderpflege-Klasse mit 100 Kindern in der Reihe 123 im Rampenlicht

Junge Delfine zeigen ihr Können im Tierpark Wunderland

Jedesmal ist es wieder ein Abenteuer, das auf der Bühne, aber auch das, was vorher passiert. Auf einer Klassenfahrt ins Jugendhaus Hardehausen entwickelt die Oberstufe Kinderpflege zusammen mit der Theaterpädagogin Catrin Mawick Rollen und Rahmenhandlung für ein Kindermusical, das in der Aula des Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskollegs zweimal aufgeführt wird. Es werden Rollen geprobt, das Bühnenbild entworfen und Kostüme genäht. Die Story umrahmt die Auftritte von jeweils vier Gruppen der Elementaren Musikerziehung und des Kinderchores mit Begleitung durch eine Lehrer-Kombo der Musikschule Herford. Wir freuen uns über die Förderung durch das Landesprogramm Kultur und Schule, die den Einsatz der Bühnenbildnerin Suzanne Austin ermöglicht.

Diabetes mellitus
Ein Thema für Kinderpfleger*innen?

Blutzucker messen wie ein Pro

„Auf jeden Fall!“ meint Diabetes-Beraterin Hanna Kleine-Klatte von der Kinderarztpraxis Dr. Klinkert und Kolleginnen. Kinder mit einer chronischen Krankheit sollten so gut wie möglich an allem teilhaben, was gesunde Kinder auch können. Denn mit Diabetes können Kinder und Jugendliche gut leben, wenn sie ein paar Regeln beachten. Berührungsängste sind da eher hinderlich. Die angehenden Kinderpfleger*innen zeigen sich jedenfalls neugierig und lassen sich gern zeigen, wie Blutzuckermessung und Insulingaben heute funktionieren. Einige helfen bei der „Küchenparty“ für Jugendliche Diabetiker*innen, die der Verein KIM e.V. – Kind im Mittelpunkt im Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskolleg veranstaltet.

Besinnlichkeit mit Fair-Trade-Glühwein
Erfolgreiche Kooperation mit Salida aus Bünde

Lisa und Jessica mit dem fair gehandelten Glühwein

„Einem Berufskolleg, das Schule der Zukunft werden will, steht es gut, beim lebendigen Advent Fair-trade-Glühwein auszuschenken“, findet Monika Heinis, Klassenlehrerin der Oberstufe Kinderpflege. Bis zum Marktplatz 2017 reicht die Kooperation mit dem Salida-Weltladen in Bünde zurück. Ein Marktplatz Gute Geschäfte ist der nicht kommerzielle Tausch von Gegenständen oder Dienstleistungen ohne Geld. Im Fall von Salida und Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskolleg arbeiten zwei gemeinnützige Einrichtungen zusammen: Salida liefert Informationen zum fairen Handel aus erster Hand, das Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskolleg bietet eine motivierte Plattform für Werbung und Verkauf, auch und vor allem für Schokolade, Kaffee, Tee und kleine Geschenke ohne Alkohol!

Gelingende Inklusion für Profis
Kita-Mitarbeiter*innen bilden sich im Berufskolleg fort

Zertifiziert für die Arbeit mit eingeschränkten Kindern (c) Alexander Kröger, Kirchenkreis Herford

Die neuen Fachkräfte für Inklusion haben zum Abschluss ihrer Langzeitfortbildung im Kirchenkreis Herford jetzt ihre Zertifikate erhalten. Über 18 Monate hatten sie sich an 18 Wochenenden intensiv mit der individuellen Förderung von Kindern auseinandergesetzt. Zusammen mit Gabriele Reinhardt vom Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskolleg haben sie dazu die videogestützte Interaktionsbegleitung kennengelernt, ein stärkenorientiertes Feedbackinstrument für sozialpädagogische Arbeitsfelder.

Spielzeugspende an Flüchtlingsunterkunft übergeben
Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskolleg hilft Kindern in der Stadt

Spielzeugspende des Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskollegs für die Kinder geflüchteter Familien in der Harewood-Kaserne: Schulpfarrerin Dr. Annelore Siller mit den künftigen Erziehern Lea, Lisa, Sebastian und Alina © Ute Scheele

Die Mittelstufe der Erzieherfachschule am evangelischen Berufskolleg hat jetzt eine umfangreiche Spende von kleinen und großen Spielsachen an die Kinderbetreuungsstelle der Flüchtlingsunterkunft in der ehemaligen Harewood-Kaserne übergeben. Sie hatten ihren Schulgottesdienst vor den Weihnachtsferien mit Kindern zu dem Thema „Hab keine Angst; der Engel ist bei dir!“ gestaltet und die Kollekte in sorgfältig ausgewählte Spielmaterialien umgesetzt.

„Wir wollten kein Geld spenden, sondern den Kindern ganz konkret helfen“, sagt Tabea und Güle ergänzt: „Es war uns wichtig, die Geschenke persönlich zu übergeben.“ Vor Ort erwartete die Studierenden eine mit Stacheldraht und Wachpersonal gesicherte Einrichtung, sie mussten sich ausweisen und dann einen Besucherausweis tragen. „Die Flüchtlinge sollen sich erst einmal sicher fühlen“, erklärt Einrichtungsleiter Michael Wöstemeyer und informiert die Studierenden, dass in der so genannten Zentralen Unterbringungseinrichtung des Landes zurzeit etwa 150 Menschen wohnen, hauptsächlich Familien, die nach ein paar Monaten meist anderen Kommunen zugewiesen oder abgeschoben werden.

Der Kontakt kam durch die Nachbarin der Schule zustande: Ute Scheele arbeitet als Gesundheits- und Krankenpflegerin in der Sanitätsstation der Einrichtung und hofft „dass die Kinder mit Hilfe der liebevoll ausgesuchten Bilderbücher, Puzzles und Spielzeugautos erst einmal zur Ruhe kommen.“ Einige kleine Geschenke dürfen die Kinder mitnehmen, wenn sie wieder umziehen müssen.

Schulpastorin Dr. Annelore Siller ist stolz auf das Engagement der angehenden Erzieher*innen: „Dieses Spendenprojekt hat die Schulgemeinde zu ihrer bisher größten Kollekte motiviert. Wir setzen die Zusammenarbeit mit der Einrichtung für Geflüchtete gern fort.“

Verrückt – na und?!
Projekttag *Irrsinnig menschlich* für Fachabiturienten

spielerisch ins Gespräch kommen über psychische Erkrankungen

Blitzlicht mit Wollknäuel: Die Schülerinnen und Schüler lobten vor allem die Offenheit, mit der die Betroffene und die Therapeutin über psychische Erkrankungen berichteten. Beide Expertinnen kamen auf Initiative des Vereins Irrsinnig menschlich für einen fünfstündigen Projekttag in die Klasse. Berührungsängste mit psychisch Erkrankten abzubauen und Wege aus der Krise aufzuzeigen, waren Ziele der intensiven Arbeit, die vom sozialpsychiatrischen Dienst des Kreises Herford vermittelt wurde.

Live im Studio mit Oliver Tölke
Bewährte Kooperation mit Radio Herford

Hier fährt meist die Moderatorin Christina Wolff die Sendung.

Die technische Ausstattung im lokalen Radiostudio ist natürlich beeindruckend, die Abläufe sind aber vergleichbar: Durch mobile und fest installierte Mikrofone gelangen die Beiträge zu einem Computer mit Audioschnittsoftware. Sprache und Musik wechseln nach festgelegten Mustern ab. Eine Gruppe von jungen Fachabiturienten hat jetzt das Studio von Radio Herford besucht, als sie ihre Schulradiosendung über Menschen mit Behinderungen eingereicht haben.

Liebe Freundschaft Sexualität auch für den pädagogischen Beruf

Im Alter von null bis sechs wollen Kinder schon ganz viel wissen über den Unterschied zwischen Jungen und Mädchen, wo Babys überhaupt herkommen und warum die Kinderpflegerin viel oder wenig Busen hat. Wenn diese selbst noch jung ist, kann etwas mehr Klarheit und Sicherheit in Fragen von Körper und Sex nicht schaden. Das Team von Pro familia Bünde kam mit der Oberstufe Kinderpflege spielerisch und bewertungsfrei ins ungewohnte Gespräch.

Toni singt
Workshop für Erzieher-Fachschule

Singen fördert nicht nur musikalische Kompetenzen, sondern auch die Sprachentwicklung, motorische und soziale Fähigkeiten. Für Erzieherinnen ist die eigene Stimme ein wichtiges Werkzeug, das gesund und vielfältig eingesetzt werden will. Die Studierenden lernten darüber hinaus auch, neue Lieder zu interpretieren, Kinderstimmen zu bilden und sogar musiktheoretische Grundlagen. Kostproben gab es beim Tag der offenen Tür. „Toni singt“ ist eine Bildungsinitiative des Chorverbandes Nordrhein-Westfalen.

Fachabiturienten im Ganztag der Grundschulen
Gesundheit spielerisch entdecken

(c) Giovanna Birnbaum

Im aktuellen Fachpraxisprojekt der Oberstufe zum Fachabitur im Bereich Gesundheit und Soziales bereiten die Schüler/-innen des Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskolleg Unterrichtseinheiten für Grundschulkinder vor. Dabei geht es um Gesundheitsförderung mit Spaß. Hinter den Kindern und Jugendlichen zeigt das Foto Körperbilder, die die Kinder gemalt haben. Die Grundschule Mindener Straße ist in diesem Schuljahr erstmalig dabei, an der Grundschule Radewig läuft ein ähnliches Projekt. Im jährlichen Wechsel stehen dann wieder die Kinder der Wilhelm-Oberhaus-Schule und der Grundschule Falkstraße im Mittelpunkt.

Humor macht Schule
Menschenbildung am Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskolleg

Kurz vor ihrem Abschluss als Sozialassistent/-in haben 16 Schüler/-innen des evangelischen Berufskollegs in Herford einen Workshop „den Humor pflegen“ genossen. „Es geht nicht darum, aus jedem einen Clown zu machen. Vielmehr geht es um die Fähigkeit, gut zu beobachten, Freude im direkten herzlichen Kontakt zu erleben, spontanen Impulsen zu vertrauen und zu wissen, dass jeder Mitarbeiter Schmerzen lindern und Hoffnung wecken kann“, schreibt Dr. Eckart von Hirschhausen, dessen Stiftung Humor Hilft Heilen das Training finanziert hat.

»Humor ist gelassen zu akzeptieren, dass es mehr als nur meine Sichtweise gibt“, definiert Theaterpädagoge und von der Stiftung zertifizierter Humortrainer Andreas Bentrup aus Herford. In spielerische Übungen zu Beobachtung und Wahrnehmung, Achtsamkeit und Präsenz erleben die Teilnehmer,

  • was es ausmacht, von oben herab oder auf Augenhöhe angesprochen zu werden
  • wie es sich anfühlt schweigend gemustert zu werden
  • welchen Einfluss die Stimmung im Raum auf den einzelnen hat und umgekehrt

„Die Arbeit in der Pflege verlangt mehr als Fachwissen und -können. Die persönlichen Kompetenzen unserer Schülerinnen ebenfalls zu entwickeln, ist uns als evangelisches Berufskolleg im Sozial- und Gesundheitswesen deshalb besonders wichtig“, resümiert Schulleiter Gert Flörke. Das Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskolleg vermöge es als vergleichsweise überschaubare Schule, den ganzen Menschen in den Blick zu nehmen. „Wir engagieren uns beispielsweise durch einen besonderen Schwerpunkt der Sozialassistenz-Ausbildung auf Validation, den wertschätzenden Umgang mit pflegebedürftigen und insbesondere desorientierten Menschen“, so Flörke.

Sexualpädagogik für soziale Berufe
Workshop im Diakonischen Werk

Wir sprechen über Blume und Biene! (c) Sven Krüger

Heike Wellner von der Beratungstelle für Schwangerschaft, Familie und Sexualität des Diakonischen Werks und Sven Möhlmann von der AIDS-Beratung des Kreises Herford haben mit der Oberstufe der Ausbildung Kinderpflege einen Workshop gestaltet. Ausgehend von eigenen Erfahrungen und Empfindungen näherten sie sich der Frage, was Kinder über Sexualität wissen wollen, sollen und wie man es ihnen erklären kann.

Bibliotheksführung für angehende Erzieherinnen

Die Kinderbibliothek als Schnittstelle zwischen den beiden Schwerpunkten Natur und Kultur des Bildungsbereiches: Naturerfahrungen sind in erster Linie eine unmittelbare Wahrnehmung mit den Sinnen, aber ein Forscher informiert sich auch über Bücher und Medien. Die Kinderabteilung der Stadtbibliothek Herford ist neu gestaltet und lädt auch ältere Schülerinnen zum Stöbern in kindgerechten Darstellungsformen ein. Leiterin Silke Niermann erklärte das Konzept der Bibliothek und die Einsatzmöglichkeiten für Kinder und Schüler/-innen.

Kooperation mit DRK, Stadtjugendring und MARTa
Kultur macht stark:Stadtteilarbeit mit Kindern

Bereits 2013 gab es erste Gespräche und in den Sommerferien haben Praktikantinnen des Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskollegs die Ferienspiele am DRK-Mehrgenerationenhaus „Alte Schule Ottelau“ unterstützt. Im neuen Jahr werden die Schüler/-innen des Berufskollegs noch intensiver auf die Stadtteilarbeit mit Kindern vorbereitet. Diese Kinder sollen ihre Stadt neu entdecken und erkunden. Dabei erwerben sie „ganz nebenbei“ eine Menge Kulturwissen, schulen ihre Wahrnehmung und werden in den gemeinschaftlichen Aktivitäten auch viel Anerkennung erfahren. In einem ersten Schritt ließen sich die Lehrkräfte des Berufskollegs zunächst selbst über interessante Punkte in der Radewig informieren, dem kinderreichsten Stadtteil Herfords.
Nach insgesamt fünf Jahren soll als Produkt ein Kinderstadtplan Herfords im Internet stehen, der mit Bildern, Sounds und kleinen Filmen die Besonderheiten der Stadt erklärt und zum zukünftigen Spielen und Entdecken einlädt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt des Deutschen Roten Kreuzes, das in Herford mit dem Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskolleg und dem Museum MARTa zusammen arbeitet. Berit Heidecker stand Rede und Antwort für Radio Elli:

Erzieherinnen und Wilhelm-Oberhaus-Kinder feiern ihr Projekt

Alles, was zu einem gelungenen Abschluss gehört: Eine Begrüßungsrede, die umfangreiche Würdigung der Projektergebnisse, eine Erinnerung zum Mitnehmen und ein gemeinsamer Abschluss: „Ein Hoch auf uns“ – ein Lied das Kinder und Erwachsene gerne mitgesungen haben. Bei gemeinsamen Unternehmungen in der Innenstadt hatten die Kinder Fotos und Tonaufnahmen erstellt und später zu kleinen Filmen kombiniert. Sie hatten das Stadtarchiv und die Arbeit mit Archivalien kennen gelernt sowie etwas über historische Plätze in der Stadt erfahren. Neben den Aktionen des Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskollegs war auch das Museum MARTa mit den Kindern aktiv. Beide sind Partner des Deutschen Roten Kreuzes im Projekt „Kultur macht stark“, das über insgesamt fünf Jahre läuft.

Tatkräftige Hilfe für Kinder in Rumänien
Schulprojekt unterstützt Agape

Verschwitzt und erschöpft, aber stolz auf die geleistete Hilfe präsentiert sich die Projektgruppe „Agape hilft Kindern“ vor dem beladenen Lkw.

Sieben Tonnen Altkleider haben sie in Werl/Bad Salzuflen gemeinsam zu Weitertransport nach Rumänien verladen. Dort unterstützt der Verein Agape bereits seit 23 Jahren ein Kinderdorf für Menschen mit geistigen Behinderungen. Außerdem setzt sich der Lockhauser Verein in Politik und Gesellschaft für die Rechte von diesen Menschen ein. Die klassenübergreifende Schüler/-innengruppe hatte innerhalb der Schule und quer durch die Innenstadt selbst eine große Menge Kleiderspenden eingeworben und verpackt. Projektleiterin Elisabeth Blumenberg und zwei Teilnehmerinnen äußern sich hier im Interview mit Radio Elli zum Projekt.

Mathematik zum Anfassen
Mengen und Maße entdecken dank Kita & Co.

Sortieren nach Art, Farbe oder Größe?

Auf die Frage, wer Mathe in der Schule so richtig gern mochte, meldeten sich nur wenige der angehenden Erzieher/-innen. Sie folgten den Anleitungen und Spielangeboten von Diplom-Pädagogin Dorotheé Scheding jedoch gern. Diese demonstrierte eindrücklich, wie Alltagsgegenstände und einfache Aufgaben für Kinder zu faszinierenden mathematischen Fragestellungen werden: Zum Beispiel Fische sortieren nach Art, Größe oder Form. Mathe zum Anfassen wird in Herford unterstützt durch Kita & Co.

evdp kooperiert mit EWTO
Gewaltprävention und Selbstverteidigung mit Wing Tsun

Verteidigung und Angriff Schlag auf Schlag: Sifu Ali Diboglu zeigt wie es geht, Fachabiturientin Svenja Schnelle hat Spaß.

Kampfkunst ist nicht nur Sport, Kampfkunst ist auch eine innere Haltung. Wer Gelassenheit und Selbstbewusstsein gelernt hat, kann mit Gewalt umgehen, ohne zu kämpfen. Ein begeisterter Wing-Tsun-Schüler aus Herford hat jetzt eine Kooperation zwischen seinem Berufskolleg und der EWTO-Kampfkunstschule Herford initiiert. „Später will ich selber Trainer werden und Kindern Wing Tsun vermitteln“, sagt Schüler Omar Aref aus der Oberstufe der Ausbildung zum Kinderpfleger. Unter dem Dach der Europäischen Wing-Tsun-Organisation hat Ali Diboglu in der Steinstraße eigene Räume angemietet. Dass er die Schülerinnen des Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskollegs in Gewaltprävention und Selbstverteidigung trainiert, verbucht er unter soziales Engagement. Vorbilder wie Sifu Ali Diboglu und Sisuk Alexander H. Mattner, die Trainer mit ihrer jeweiligen respektvollen Anrede, sind in jedem Alter wichtig. Schulleiter Gert Flörke am Berufskolleg: „Ich freue mich sehr über diese Zusammenarbeit. Für unsere Schülerinnen und Schüler ist es wichtig Grenzen setzen zu können, natürlich erst mal mit Worten. Selbstbewusste junge Menschen kommen auch im Beruf besser zurecht.“

Fortbildung KiNT-Boxen durch Kompetenzteam
Angehende Erzieher/-innen experimentieren

Sonja Kramer beobachtet, wie Maren einen Schokokuss evakuiert. Bei KiNT-Boxen handelt es sich nicht um sportliche Gewalt, sondern um „Kinder lernen Naturwissenschaft und Technik“. Das Medienzentrum Herford verleiht dazu vier Klassenkisten mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten. Um dieses Angebot vorzustellen, kamen Sonja Kramer und Dirk Windmann als Trainer des Kompetenzteams Herford ins Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskolleg und ließen die Mittelstufe der Erzieher/-innenfachschule sowie einige Gäste aus der Abgangsklasse zur Kinderpflegerin experimentieren.

Elli rockt
Berufskolleg kooperiert mit Rockakademie

„Wir brauchen mehr Musik“, sagt Jana und trommelt eine stattliche Zahl von Mitschüler/-innen zusammen. Nach drei Tagen Proben in der Rockakademie Herford können sie mehrere Lieder spielen und haben erste Aufnahmen gemacht. Einer ungestörte Umgebung und vor allem der professionellen Unterstützung durch Musikpädagoge Uwe Blomel sei Dank!

Wo kommt das Bio-Schnitzel eigentlich her?
Besuch bei Bioland-Hof Meyer-Arend

Woher die Lebensmittel kommen, das wissen Kinder häufig gar nicht mehr, jedenfalls nicht aus eigener Anschauung. Viele Kindergärten verstehen das als Auftrag, aber was muss man als Erzieher/-in vorbereiten und beachten? Eine Exkursion zum Bioland-Hof Meyer-Arend gab der Unterstufe einen Einblick.