Elisabeth von der Pfalz

Elisabeth von der Pfalz (1618 – 1680)

Elisabeth von der Pfalz wurde am 26. Dezember 1618 in Heidelberg als Tochter des Kurfürsten Heinrich V. von der Pfalz (dem Winterkönig) und Elisabeth, der Tochter des englischen Königs Jakob I. geboren. Der 30-jährige Krieg bescherte der Familie ein ruheloses Leben an verschiedenen Fürstenhöfen Europas. Im Reichsstift Herford fand Elisabeth 1667 als Äbtissin endlich eine Zuflucht. Für die Schülerinnen und Schüler des Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskollegs ist die ehrwürdige Frau von Herford ein Vorbild:







  • Sie zeigte groβe Intelligenz und Esprit, als sie in Briefen unter anderem mit René Descartes über Philosophie und Naturwissenschaft diskutierte.
  • Ihre umfassende Bildung (beispielsweise acht Sprachen) bewies schon früh, dass Frauen und Männer ebenbürtig sind.
  • Sie bewahrte ihr festes religiöses Fundament trotz gröβter Anfechtungen.
  • Ihre Toleranz und ein starkes Rückgrat wurden deutlich, als sie Sektenmitgliedern der Quäker und Labadisten Asyl gewährte, obwohl sie deren Glaubensrichtung nicht teilte.
  • Ihre persönlichen Tugenden wie Groβmut und Bescheidenheit werden neben Descartes zum Beispiel auch durch den deutschen Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz gerühmt.

Elisabeth von der Pfalz starb am 8. Februar 1680 in Herford, wo sie in der Münsterkirche begraben liegt.

Die Rede von Paul-Otto Walter, Stadtführer und ehemaliger Studiendirektor am Friedrichs-Gymnasium, zur Eröffnung des Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskollegs enthält weitere Informationen: