Inspiration und Austausch: „Markt der Möglichkeiten“ am evdp
Wie vielfältig, kreativ und beeindruckend pädagogische Projektarbeit sein kann, zeigte sich beim „Markt der Möglichkeiten“ am Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskolleg. Studierende der Unter- und Mittelstufe der praxisintegrierten Erzieher*innenausbildung erhielten hier die Gelegenheit, die Abschlussprojekte der Oberstufe kennenzulernen und sich aus erster Hand inspirieren zu lassen.
An verschiedenen Stationen präsentierten die angehenden Erzieher*innen ihre Arbeiten, die sie im Rahmen ihres Examens entwickelt und durchgeführt hatten. Die vorgestellten „Best Practice“-Beispiele machten eindrucksvoll deutlich, welches kreative Potenzial bereits in Kindern im Vorschulalter – und sogar im U3-Bereich – steckt, wenn man ihnen Raum zur Entfaltung gibt, ihre Interessen ernst nimmt und sie aktiv beteiligt.
Ein zentrales Element der Projektarbeit im Erzieher*innen-Examen in NRW ist genau diese Partizipation: Projekte entstehen nicht für die Kinder, sondern gemeinsam mit ihnen. Ausgangspunkt sind ihre Fragen, Themen und Bedürfnisse. Die angehenden Fachkräfte planen, begleiten und reflektieren die Prozesse, achten auf einen klar erkennbaren Projektcharakter und dokumentieren die Entwicklungsschritte sorgfältig. Dabei geht es nicht nur um das Ergebnis, sondern vor allem um den Weg dorthin – um Selbstwirksamkeit, Mitbestimmung und ganzheitliches Lernen.
Der „Markt der Möglichkeiten“ bot nicht nur fachliche Einblicke, sondern auch viele persönliche Begegnungen und Gespräche. Die Präsentierenden erhielten zahlreiche wertschätzende Rückmeldungen, die sie in ihrem be
ruflichen Selbstverständnis bestärkten.
„Es war schön
zu sehen, wie viel Herzblut in den Projekten steckt und wie professionell die Umsetzung war“, lautete eine Rückmeldung aus der Unterstufe. Eine der Absolventinnen zeigte sich bewegt: „Ich hätte am Anfang der Ausbildung nie gedacht, dass ich so ein Projekt auf die Beine stellen kann. Es fühlt sich gut an zu merken, wie sehr man gewachsen ist.“
Die Veranstaltung machte einmal mehr deutlich, wie wichtig praxisnahe Ausbildung, kreative Freiräume und reflektiertes pädagogisches Handeln für den Beruf der Erzieherin und des Erziehers sind – und wie viel Potenzial in den zukünftigen Fachkräften steckt.



