Traumzauber verbindet Kita, Gemeinde und Berufskolleg

Auch technisch nicht ohne: Theaterspiel und Bühnenbild wurden beim Stück "Traumzauber" unterbrochen durch Filmeinspielungen mit Stopmotion- und Greenscreen-Technik.

Auch technisch nicht ohne: Theaterspiel und Bühnenbild wurden beim Stück „Traumzauber“ unterbrochen durch Filmeinspielungen mit Stopmotion- und Greenscreen-Technik.

Große Augen, gespannte Gesichter und immer wieder Zurufe aus dem Publikum: Mit ihrem selbst entwickelten Theaterstück „Traumzauber“ begeisterten die Schüler*innen der Kinderpflege-Ausbildung am Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskolleg die Kinder der Evangelischen Kindertagesstätte Mittendrin.

Rund 30 Kita-Kinder waren gemeinsam mit ihren Erzieherinnen und Erziehern in die Aula des Berufskollegs gekommen. Zu den Gästen gehörten auch Sabine Stracke und Rainer Scheele von der Evangelischen Kirchengemeinde Herford-Mitte. Bevor sich der Vorhang öffnete, stimmte Pfarrerin Dr. Annelore Siller die jungen Besucherinnen und Besucher mit einer kurzen Andacht auf den Vormittag ein.

Das Theaterstück war während einer viertägigen Klassenfahrt der Unterstufe Kinderpflege ins CVJM-Waldheim Häger entstanden. Die 30 Schüler*i

Der Löwe im Dschungeltraum sieht gar nicht so gefährlich aus und dann pupst er auch noch!

Der Löwe im Dschungeltraum sieht gar nicht so gefährlich aus und dann pupst er auch noch!

nnen arbeiteten dabei in verschiedenen Teams zusammen: Eine Gruppe entwickelte die Handlung und die Bühnenszenen zusammen mit Künstlerin Suzanne Austin, andere produzierten Filme mit Greenscreen- und Stop-Motion-Technik, während das Küchenteam die gesamte Gruppe versorgte. So entstand ein gemeinsames Werk, das die unterschiedlichen Talente der angehenden Kinderpflegerinnen und Kinderpfleger sichtbar machte.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht das Mädchen Lynn, das mit seinem Stitch-Kuscheltier einschläft und von einer Traumfee begleitet wird. Allerdings befindet sich die Fee noch in der Ausbildung. Statt gelungener Zaubersprüche produziert sie manchmal Kartoffeln und sorgt immer wieder für unerwartete Wendungen. Unterstützung erhält sie dabei aus einem großen Zauberbuch, während eine mächtige Gegenfee überzeugt ist, dass Kinder durch schwierige Träume stark werden. Die Reise durch Lynns Traumwelten führt das Publikum zunächst zu einem gruseligen Stop-Motion-Abenteuer mit einer Ratte, später ins Zuckerland, in dem eine wichtige Regel gilt: Naschen ist verboten. Als Lynn diese Regel missachtet, drohen Konsequenzen. Spielerisch greift das Stück damit Themen auf, die Kinder aus ihrem Alltag kennen: Regeln geben Orientierung und helfen beim Zusammenleben.

Besonders laut wird es im Dschungel. Dort begegnet Lynn einem pupsenden Löwen, der die Kinder im Publikum zu herzhaftem Gelächter brachte. Als freche Äffchen ihr Kuscheltier stehlen, ihr an den Haaren zogen und sie ärgern, sind die kleinen Zuschauer*innen sofort zur Stelle und helfen mit, die Abenteuer zu bestehen.

„Als die Kinder so laut über den pupsenden Löwen gelacht haben, dass wir auf der Bühne kaum weiterspielen konnten, haben wir gemerkt, dass sich die ganze Arbeit gelohnt hat“, freut sich die Schauspielerin der Traumfee Joliana. Zum glücklichen Ende erhält diese Traumfee eine letzte Chance. Gemeinsam mit Lynn reist sie in verschiedene Zukunftsberufe. Mithilfe von Greenscreen-Technik wurde Lynn zur Astro

Feenschülerin Joliana und die Zuckerfee Avin begleiten Hauptfigur Lynn durch ihre Traumabendteuer.

Feenschülerin Joliana und die Zuckerfee Avin begleiten Hauptfigur Lynn durch ihre Traumabendteuer.

nautin, Ärztin, Feuerwehrfrau und Polizistin. Dieser Traum gefällt ihr so gut, dass die Traumfee schließlich die Prüfung besteht.

Als Dankeschön für das Theatererlebnis überreichten die Erzieherinnen und Erzieher der Kita der Klasse eine große Box mit Süßigkeiten. Das Theaterprojekt steht beispielhaft für die enge und bewährte Zusammenarbeit zwischen dem Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskolleg und der Evangelischen Kindertagesstätte Mittendrin im Haus Frieda. Für die angehenden Kinderpflegerinnen und Kinderpfleger war die Aufführung eine wertvolle Praxiserfahrung, für die Kita-Kinder ein spannender Vormittag voller Fantasie, Musik und gemeinsamer Erlebnisse. Zugleich zeigt das Projekt, wie Bildung, Kirche und Gemeindeleben in Herford miteinander verbunden sind.

Mit freundlicher Unterstützung durch das Landesprogramm Kultur und Schule sowie den „sozialgenial hilft“-Förderfonds der STIFTUNG Sparda-Bank Hannover.

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