„Gemeinsam statt einsam“ – Projektwoche stärkt Zusammenhalt und Haltung
Eine Schule im Ausnahmezustand – und das im besten Sinne: Unter dem Motto „Gemeinsam statt einsam“ verwandelte sich das Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskolleg eine Woche lang in eine lebendige Lern- und Begegnungslandschaft. Überall wurde gekocht, getöpfert, geboxt, musiziert, fotografiert, diskutiert und gelacht. Ziel der Projektwoche war es, der wachsenden gesellschaftlichen Vereinzelung bewusst Gemeinschaft, Kreativität und Dialog entgegenzusetzen.
Besonders bemerkenswert: Viele der Projekte wurden von Schülerinnen und Studierenden selbst initiiert und – mit Unterstützung von Lehrkräften und externen Expertinnen – eigenverantwortlich durchgeführt. Von therapeutischem Reiten über Bandprojekte, Radioarbeit, Selbstverteidigung, Grafikdesign und textile Werkstätten bis hin zu Yoga, Schwimmen und internationaler Küche reichte die Bandbreite. Ein Kunstatelier lud ebenso zum Mitmachen ein wie Sportangebote vom Boxen bis zum Bouldern.
Ein besonderer inhaltlicher Schwerpunkt war der Projekttag „Grenzen setzen“, gestaltet von der Stätte der Begegnung Vlotho. In 14 gemischten Gruppen setzten sich die Teilnehmenden intensiv mit Rollenbildern, Vorstellungen von Männlichkeit und Weiblichkeit sowie non-binären Ide ntitäten auseinander. Dabei ging es um Respekt, Selbstwahrnehmung und einen achtsamen Umgang miteinander – Themen, die im Schulalltag wie in Kirche und Gesellschaft zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Boxen mit Respekt am Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskolleg: Der neue stellvertretende Schulleiter Lukas Stark fördert Muskelkraft und innere Stärke (c) Jolo und Elli
Ermöglicht wurde die Projektwoche durch die großzügige Unterstützung der Herforder Bürgerstiftung „Unser Herz schlägt hier“ sowie der evangelischen Stiftung Meilenstein. Ihre Förderung machte es möglich, externe Fachkräfte einzubinden und besondere Materialien bereitzustellen.
Am Ende der Woche stand vor allem ein Gefühl im Raum: Gemeinschaft entsteht dort, wo Menschen einander begegnen, Verantwortung übernehmen und Vielfalt als Stärke erleben.



