Aktuell

Leben und lernen gehen weiter!
Aktuelle Bedingungen für Schule und Praktikum

Am 12. Januar startet eine neue Phase des Distanzlernens am Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskolleg, dieses Mal für alle Klassen. Lehrkräfte und Schüler*innen bleiben gelassen, denn die technischen Voraussetzungen sind gut. Alle Lernenden haben mit digitalen Endgeräten Zugriff auf Unterrichtsmaterialien und verschiedene Kommunikationskanäle mit den Lehrkräften und untereinander. Neu ist eine tägliche Online-Präsenzzeit von 9 bis 13 Uhr mit Begleitung durch die Lehrer*innen: So soll der persönliche Kontakt nicht abreißen und das selbstständige Lernen erleichtert werden.

Die Praktika finden mit den Präventionsmaßnahmen der jeweiligen Einrichtung weiterhin statt. Die Praxis-Lehrkräfte verzichten auf persönliche Besuche und begleiten das Praktikum mit allen Aktivitäten auf die digitale Art: live mit der Webcam oder zumindest als gemeinsame Reflexion im Chat.

Gerne am Berufskolleg
Virtuelle Schulführung durch das evdp

Schüler*innen des Berufskollegs zeigen ihre Schule, erklären die Bildungsgänge und was ihnen daran gefällt.

Gert Flörke übergibt Schulleitung an Heike Dunker

Der langjährige Schulleiter Gert Flörke wurde Ende Januar von Superintendent Dr. Olaf Reinmuth in den Ruhestand verabschiedet. Seine Nachfolgerin am Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskolleg ist Heike Dunker. Gert Flörke war 42 Jahre lang Lehrer, davon fast 19 Jahre Schulleiter. Mit ihm hat sich das Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskolleg zu einem weit über die Kreisgrenzen hinaus bekannten und geschätzten Berufskolleg entwickelt.

Superintendent Dr. Olaf Reinmuth (links) und Gert Flörke gemeinsam mit der neuen Schulleiterin Heike Dunker vor dem Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskolleg in Herford (Foto: Alexander Kröger)

2002 übernahm der Pädagoge das früher noch namenlose kirchliche Berufskolleg mit 30 Schülerinnen, die damals noch im Internat wohnten. Seitdem hat sich sehr viel geändert. Heute ist das Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskolleg ein staatlich anerkanntes evangelisches Berufskolleg in der Trägerschaft des Kirchenkreises Herford. Zurzeit besuchen rund 300 junge Frauen und Männer die modern eingerichtete und geführte Schule. Das alte Internat gibt es nicht mehr, dafür aber vier moderne Bildungsgänge in den Fachbereichen Gesundheit, Erziehung und Soziales. Die Schülerinnen und Schüler erlernen am Berufskolleg einen Ausbildungsberuf oder berufliche Kenntnisse und einen höheren Schulabschluss.

„Im Mittelpunkt der Arbeit standen für mich immer die Schülerinnen und Schüler mit ihren persönlichen Stärken und Fähigkeiten“, sagt Gert Flörke, der die Schulentwicklung in den vergangenen Jahren maßgeblich mitgestaltete und dabei auch auf neue Medien setzte. Beispielsweise begann das Berufskolleg vorausschauend schon vor drei Jahren mit dem digitalen Lernen. „In der Corona-Pandemie waren und sind alle im Distanzunterricht gut erreichbar“, berichtet Flörke.

Anerkennung für seine erfolgreiche Arbeit gab es unter anderem von Superintendent Olaf Reinmuth. „Vieles steht lebendig vor Augen, manches liegt im Verborgenen, ich persönlich und wir als Kirchenkreis danken sehr für den langjähren persönlichen Einsatz“, betont der leitende Theologe des Kirchenkreises.

Nach eigener Aussage schaut Flörke zuversichtlich und gelassen auf den Ruhestand mit den zum Teil neuen Wünschen und Zielen, die vor ihm liegen. Dazu gehören unter anderem mehr Zeit mit den Enkeln zu verbringen sowie die Pflege von Freundschaften, Ehrenämtern und Hobbies. Dankbar und glücklich ist er mit der Nachfolge von Heike Dunker als Schulleiterin. Flörke: „Ich wünsche ihr von ganzem Herzen, dass sie gesund und fröhlich ihre Ideen und Visionen gemeinsam mit dem Kollegium umsetzen kann und dass der Segen Gottes auf ihrer Arbeit liegt.“

Die Pädagogin kennt das Herforder Berufskolleg sehr gut und ist fachlich bestens für die Leitungsaufgabe aus- und fortgebildet. 2009 kam sie als Lehrerin ans Berufskolleg, seit 2018 ist sie dessen stellvertretende Leiterin. „Mit Heike Dunker folgt auf Gert Flörke eine ebenfalls fachlich kompetente und starke Persönlichkeit ins Leitungsamt, die sowohl im Team arbeiten kann als auch ihre eigenen Ideen einzubringen weiß“, erzählt Reinmuth.

Laut Dunker ist die Arbeit an dem evangelischen Berufskolleg eine besonders reizvolle Herausforderung. „Auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes transportieren wir soziale, ethische und religiöse Werte in die Gesellschaft. Die meisten Absolventinnen und Absolventen leisten später im Berufsleben einen Dienst am Menschen“, sagt die neue Schulleiterin.

Zusammen sind wir weniger allein
Fachschülerinnen übergeben Spielmaterial zum Gottesdienst an Kita

Vanessa Häußer lässt sich alles ganz genau zeigen und freut sich auf die Aktivitäten mit den Kindern. Die Leiterin der evangelischen Kindertageseinrichtung St. Johannis in der Petersilienstraße ist sicher: „Diese Woche sind die Kinder ja noch in der Einrichtung und werden die Materialkisten bestimmt begeistert auspacken.“ „Und für die Zeit des Lockdowns sind die Spiel- und Mitmachideen in ausreichender Zahl vorhanden, so dass die Kinder sie auch mit nach Hause nehmen können“, erklärt Fachschülerin Angelina ihr vorausschauendes Konzept stolz. Die Mittelstufe der angehenden Erzieherinnen hatte den traditionell mit Kindern gefeierten Adventsgottesdienst des Elisabeth-von-der Pfalz-Berufskollegs von vornherein zum digitalen Abruf als Film und zum Mitnehmen in Kisten vorbereitet.

Angelina und Julia (online) erklären Kita-Leiterin Vanessa Häußer das Spielmaterial zum Adventsgottesdienst; rechts mit Tablet: Schulpastorin Dr. Annelore Siller

Aus der Distanz per Videochat zugeschaltet ist auch Fachschülerin Julia, die sich zurzeit in Quarantäne befindet. Sie beschreibt, wie die Kinder die zweite Kiste durch eine Schnitzeljagd in der Kita finden sollen, wie ein Ritual für die Fürbitten geplant ist und wie eine Girlande von Männlein und Weiblein die Kinder auch nach den Weihnachtsferien an das Motto des Gottesdienstes erinnern wird. „Gottesdienst und Mitmachangebote sind konsequent multireligiös angelegt, so dass auch Familien zum Beispiel mit muslimischem Hintergrund dabei sein können.“ betont Schulpastorin Dr. Annelore Siller. Die Kooperation mit der Kita St. Johannis wird sowieso fortgesetzt, zumal sie nach dem Umzug in die Waisenhausstraße in unmittelbarer Nähe des Berufskollegs liegt. „Digitale Elemente und Materialien für Kindertagesstätten können auch in Zukunft die pädagogische Ausbildung der Erzieherinnen bereichern“, ist Kulturpädagogin Catrin Mawick vom Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskolleg sicher.

Neuer Stolperstein am Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskolleg
Schülerinnen haben Spenden gesammelt

Nach dem Schulgottesdienst des Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskolleg hat Steinmetzmeister Heinz-Werner Horn für das Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken um 13 Uhr einen Stolperstein vor der Kirchgasse 4 verlegt. Dort, direkt hinter der Jakobi-Kirche und dem heutigen Berufskolleg wohnte der Kaufmann Robert Grünewald, bis er am 9. Dezember 1941 gemeinsam mit seiner Frau Rosie nach Riga deportiert wurde. Ihr gemeinsames Kind Rachel war im selben Jahr einen Tag nach der Geburt gestorben.

Paten des Stolpersteins für Robert Grünewald sind die Schülerinnen und Schüler des evangelischen Berufskollegs. Sie haben ihren Gottesdienst genutzt, um die Spende für die Künstlerinitiative von Gunter Demnig als Kollekte zu sammeln. Bereits während der Vorbereitung ihrer Studienfahrt nach Auschwitz und Krakau hatten sie die bisherigen Stolpersteine in der Kirchgasse gereinigt und poliert, denn die Gedenktafeln mit der Messingoberfläche oxidieren mit der Zeit und verfärben sich dunkel. Die Reisegruppe hatte sich unter der Leitung von Schulpastorin Dr. Annelore Siller und Politiklehrerin Regine Stelte mit einer Stadtführung durch Stadtarchivar Christoph Laue ausführlich über das jüdische Leben in Herford früher und heute informiert.

Der Künstler Gunter Demnig hatte den ersten Stolperstein 1996 in Berlin verlegt. Seit 2015 organisiert die gemeinnützige „STIFTUNG – SPUREN – Gunter Demnig“ die Fortsetzung des Projektes. In Herford liegen nun insgesamt 124 Stolpersteine, davon 108 für Menschen jüdischer Abstammung. In 1265 Kommunen in Deutschland und 21 Ländern Europas findet man weitere Gedenksteine mit dem Motto: „Ein Stein, ein Name, ein Mensch!“ Demnig hat zahlreiche Auszeichnungen für seine Idee erhalten.

Die Schülerinnen vom Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskolleg hatten das Verlegen Ihres Stolpersteins selbst organisiert. Mit dabei: Courage-Lehrkräfte Catrin Mawick und Regine Stelte (ganz links), Stadtarchivar Christoph Laue, der neue Superintendent des Kirchenkreises und Pate seiner „Schule mit Courage“ Dr. Olaf Reinmuth, Gisela Küster Vorsitzende des Kuratoriums Erinnern Forschen Gedenken und Rainer Scheele von der Gemeinde Herford Mitte

Zur Verlegung des Stolpersteins besuchte der neue Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Dr. Olaf Reinmuth sein Berufskolleg. Von seinem Vorgänger hat er die Patenschaft für das Siegel „Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage“ am Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskolleg übernommen. Der Musiker Harald Kießlich begleitete die Veranstaltung mit instrumentalen Stücken und einem jiddischen Lied, das die Schülerinnen aus der Oberstufe zum Fachabitur Gesundheit und Soziales vortrugen. Ihre Klasse hatte für den Schulgottesdienst vor den Herbstferien den Titel „Woher kommt der Hass?“ gewählt. Die Schülersprecherinnen Verena Schäffer und Emilia Held moderieren die etwa halbstündige Veranstaltung.

Schulpastorin Dr. Annelore Siller freut sich über die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit dem Kuratorium Erinnern Forschen und Gedenken und dem Stadtarchivar Christoph Laue: „Wir planen vor den Osterferien eine Projektwoche zum Thema ‚1700 Jahre jüdisches Leben in Herford‘.“

Cyber-Mobbing – Workshops mit Femina Vita

Mobbing im Internet und in sozialen Netzen ist für viele Jugendliche schmerzhafte Realität. In der Frauen- und Mädchenberatung von Femina Vita kommt das Thema immer wieder auf den Tisch. Oft sind psychische und psychosomatische Probleme die Folge. Dem wollen die Beraterinnen vorbeugen und besuchen junge Menschen am Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskolleg mit einer Unterrichtseinheit zum Thema Cyber-Mobbing. Die Lernenden im Bereich Gesundheit und Soziales haben inzwischen nicht nur ein persönliches Interesse, sondern sind auch mit ihrem professionellen Herzen dabei: Viele wollen selbst in sozialpädagogischen Berufen arbeiten und anderen zur Seite stehen.

Naturwissenschaften mit Neugier
Fragen, beobachten, erklären

Die runden Tische in der Cafeteria liegen voll mit vielfältigen Materialien. Das macht neugierig und lädt zum Ausprobieren und Spielen ein. So soll es sein, denn Kinder wollen Zusammenhänge entdecken und verstehen! Die angehenden Erzieher*innen haben selbst Freude an Experimenten wie der Luftballon-Rakete, und sie planen auf einer anderen Ebene naturwissenschaftlich-technische Bildungsangebote für Kinder.

Experimente mit dem Green Screen

Im Lernfeld 4 geht es um die musisch-ästhetische Bildung von Kindern. Also haben die angehenden Erzieher*innen mit bewegten Bildern expermentiert. Unter anderem zeigen Dorothea, Julia, Katharina und Alana mit Hilfe der Greenscreen-Technik, wie Albtraum und Realität eines ersten Schultages an einer Grundschule aussehen. Die in einer so genannten Green Box entstandenen Bildfolgen von Personen können anschließend freigestellt und vor einen anderen Hintergrund projiziert werden. Schulanfängerin Dorothea fühlt sich in ihrem Albtraum beispielsweise ganz klein und grau …

Der erste Schultag.mp4

Waldtage im Klassenteam

Blindes Vertrauen erlebt die FOS 12 im Wald
(Foto: Regine Stelte)

„Wer allein arbeitet, addiert, wer zusammenarbeitet, multipliziert.“ Auch und gerade Menschen, die Mathematik nicht zu ihren Lieblingsfächern zählen, verstehen, dass es gemeinsam meistens besser läuft. Vertrauensübungen standen deshalb im Mittelpunkt der Waldtage am Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskolleg. Und Spaß gemacht hat es auch noch!

Teamtage mit nature concepts
Bogenschießen als Höhepunkt

Das Ziel im Blick: Bogenschießen beim Teamtag der Fachoberschule.

Miriam absolviert ihr Bachelor-Praktikum am Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskolleg. Gleichzeitig steht sie kurz vor Abschluss ihrer Ausbildung in Erlebnispädagogik bei nature concepts Bielefeld. Da lag es nahe, mit den Schülern*innen der Fachoberschule ein zweitägiges Teamtraining durchzuführen. Die Aktivitäten fanden im Aa-Wiesen-Park statt und erreichten ihr Ziel: sich besser kennenzulernen, zusammen zu arbeiten und vor allem viel Spaß zu haben.




Weltkindertag in der Radewig
Lernsituation für die Mittelstufe der Erzieherfachschule

Malen mit Pflanzenfarben: nur eins der kreativen Angebote für Kinder beim Weltkindertag am Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskolleg
Saatgutbomben lassen Blumen wachsen für Bienen und Menschen.

„Der Weltkindertag“ findet statt! Groß und klein freuten sich wohl gleichermaßen darauf, endlich wieder gemeinsam draußen zu spielen, zu lernen und sich zu bewegen. Denn bei bestem Spätsommerwetter waren die Stände voll ausgelastet. Die Großen, das waren die angehenden Erzieher*innen des Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskollegs, die in diesem Jahr ein umfangreiches Angebot rund um das Thema Natur erarbeitet hatten. In einer Lernsituation galt es kindgerechte Spiel- und Lernideen zu entwerfen und praktisch durchzuführen. Und so konnten die Kinder rund um die Linde an der Jakobi-Kirche Bäume kennenlernen, mit Naturfarben malen, mit Kartoffelstempeln drucken, Saatgutbomben herstellen und einen Geschicklichkeitsparcours durchlaufen.

SV neu gewählt
Kritisch und konstruktiv

Vertreten die Interessen der Schüler*innen am Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskolleg: die neuen Sprecherinnen Verena und Emilia

Eigentlich ist die Schüler*innenvertretung ganz nah dran an den Ideen und Fragen der Lernenden zur Gestaltung des Schullebens am Elisabeth-von-der-Pfalz-Berufskolleg und der körperliche Abstand schadet dem Engagement auch keineswegs. Verena ist nach ihrem Fachabi schon in der Mittelstufe der Erzieherinnenausbildung und Emilia gehört zu den Fachabiturientinnen des aktuellen Schuljahres, also jede Menge Kompetenz und konstruktive Anregungen!

ARCHIV

Ereignisse aus vergangenen Schuljahren finden Sie hier.